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Institut

Aufgaben

Aufgaben in der Forschung:

Das ZiWiS nimmt als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der FAU Aufgaben in Forschung und Lehre für die gesamte Universität wahr.

Im Bereich der Forschung widmet sich das Institut dem Thema Wissenschaftsreflexion. Wir verstehen unter diesem Begriff die interdisziplinäre Erforschung grundsätzlicher Fragen, die sich für die Wissenschaft und durch die Wissenschaft hinsichtlich ihrer Rolle in der Gesellschaft, der Mechanismen ihrer Erkenntnisgewinnung, der Diversität von Disziplinen und der Bedeutung ihrer Ergebnisse stellen. Dies umfasst unter anderem die folgenden konkreten Bereiche:

Vertrauen in die Wissenschaft:

  • Wie und wodurch erlangen wissenschaftliche Erkenntnisse einen besonderen Erklärungs- oder Geltungsanspruch?
  • In welchem Verhältnis steht dieser Anspruch zu anderen Erkenntnisformen?
  • Wie kann die Vermittlung dieser Ergebnisse an eine breite Öffentlichkeit geschehen und welche Rolle spielen wissenschaftliche Erkenntnisse für Nicht-Wissenschaftler?

Interdisziplinarität:

  • Was bedeutet Interdisziplinarität?
  • Welcher Voraussetzungen bedarf sie und wo liegen ihre Grenzen?
  • Wie kann gelingende Interdisziplinarität an der FAU als Volluniversität gefördert werden?

Wissenschaft und Gesellschaft:

  • Welchen Einfluss haben neuartige Zugänge zu Wissensbeständen für den Status und die Geltungsansprüche der Wissenschaft?
  • Wie verändern Anwendungsorientierung und Nützlichkeitsforderungen den Charakter der Wissenschaft oder einzelner Disziplinen?
  • Wie kann ein produktiver wechselseitiger Dialog zwischen Gesellschaft und Wissenschaft gestärkt und unterstützt werden?

Am ZiWiS werden diese und weitere Forschungsfragen in enger Kooperation mit FAU-Wissenschaftlern aller Fächer und Fakultäten interdisziplinär bearbeitet. Die Ergebnisse fließen in vielfältige Veranstaltungs- und Informationsangebote ein, die sich ausdrücklich auch an die Öffentlichkeit wenden. Da die genannten Fragen Gesellschaft wie Wissenschaft gleichermaßen betreffen, ist die Förderung eines konstruktiven Dialogs zwischen Öffentlichkeit und Universität ein zentrales Anliegen des ZiWiS.

Aufgaben in Lehre und Beratung:

Am ZiWiS sind Forschung und Lehre eng miteinander verzahnt. Ergebnisse aus den oben geschilderten Forschungsprojekten fließen direkt in die Lehrveranstaltungen am Institut ein. Dies betrifft insbesondere den Bereich der Schlüsselqualifikationen (inklusive FAUMUN und BliSeh). Durch das Schlüsselqualifikationsprogramm fördert die FAU die Neugier ihrer Studierenden für Fragen außerhalb des eigenen Fachs und vermittelt wichtige Fähigkeiten für das Studium und die spätere Berufstätigkeit.

Das ZiWiS koordiniert das universitätsweite Angebot an Schlüsselqualifikationen, evaluiert die Lehrveranstaltungen und entwickelt das Programm stetig weiter. Das institutseigene Lehrveranstaltungsangebot umfasst insbesondere Seminare in den Bereichen Präsentation und Rhetorik, Wissenschaftliches Schreiben und Wissenschaftsjournalismus, Zukunftsforschung sowie Medienkompetenzen (Fotografie, Videoproduktion, Bildgestaltung).

Einen weiteren Schwerpunkt im Bereich Lehre und Dienstleistung bietet das „Grundlagen und Orientierungsstudium“ (GOS). Als Teil des Projekts „Qualität in Lehre und Studium“ (QuiS) der FAU vermittelt ein interdisziplinäres DozentInnen-Team den Studierenden vor Beginn des Studiums und in der Studieneingangsphase wichtige Kenntnisse und Fähigkeiten. Durch Werkstattgespräche, eine Schreibwerkstatt, Kurse zum wissenschaftlichen Arbeiten, ein Peer-Mentoring-Programm und vieles mehr werden die Studierenden bei der Orientierung an der Universität und im Fach unterstützt und erhalten gezielt Hilfe bei Schwierigkeiten.

Zu den lehrbezogenen Angeboten des ZiWiS gehört auch das Projekt „BliSeh“ von Dr. Wolfgang Krebs. Im Rahmen dieses Projekts erhalten blinde und sehgeschädigte Studierende der FAU weitreichende Unterstützung. Dies umfasst die individuelle Begleitung der Studierenden, etwa bei der wissenschaftlichen Recherche oder der Nutzung der Bibliotheken, die Vorbereitung auf Prüfungen und die Vermittlung spezieller Schlüsselqualifikationen. Nicht zuletzt ist auch die bessere Inklusion blinder und sehgeschädigter Studierender ein wichtiges Anliegen, das unter anderem durch entsprechende Seminarangebote und durch die Sensibilisierung der Studierenden für die spezifischen Bedürfnisse blinder und sehgeschädigter Studierender verfolgt wird.