Dr. Michael Jungert

FAU Kompetenzzentrum für interdisziplinäre Wissenschaftsreflexion (FAU ZIWIS)

Wissenschaftliche Mitarbeitende

Adresse

Bismarckstraße 1291054 Erlangen

2025

2023

2022

2021

2020

2019

2018

2017

2015

2014

2013

2011

2010

2008

  • Fail Forward – Eine interaktive Wanderausstellung zum Scheitern in den Wissenschaften

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Projektleitung:
    Laufzeit: 1. Juni 2024 – 31. Juli 2026
    Mittelgeber: Volkswagen Stiftung

    In vielen öffentlichen Debatten über Wissenschaft, etwa im Kontext der Coronapandemie oder der
    sog. „Replikationskrise“, finden sich vereinfachende oder gar irreführende Bilder bzw. Zerrbilder
    von wissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung und vom Status wissenschaftlichen Wissens (bspw.
    Wissenschaft als linearer Fortschrittsprozess und wissenschaftliches Wissen als fixes „Produkt“). Eine
    fundierte Beschäftigung mit dem Scheitern in den Wissenschaften kann wesentlich dazu beitragen,
    diese Auffassungen zu korrigieren, ein realitätsnahes Verständnis von Wissenschaft und der Vielfalt ihrer
    Erscheinungsformen zu ermöglichen und damit ein fundiertes und gleichzeitig kritisch hinterfragendes
    Vertrauen in die Wissenschaften ermöglichen bzw. stärken. Diese Ziele werden – anschließend an
    ein erfolgreich abgeschlossenes Forschungsprojekt – (https://portal.volkswagenstiftung.de/search/
    projectDetails.do?ref=96418) durch eine interaktive Wanderausstellung zum Scheitern in den
    Wissenschaften erreicht, die für mehrere Jahre durch Science Center, Museen, Planetarien und weitere
    Bildungseinrichtungen touren und so eine große Zahl an BesucherInnen erreichen und für das Thema
    sensibilisieren wird

  • Vernetzungsworkshops Wissenschaftsreflexion

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Projektleitung:
    Laufzeit: 1. Februar 2024 – 30. Juni 2026
    Mittelgeber: Volkswagen Stiftung

    In zwei Vernetzungsworkshops in Schloss Herrenhausen (Hannover) werden jeweils 30 Forschende aus allen wissenschaftsbeforschenden Disziplinen und aus dem gesamten deutschsprachigen Raum neue Ideen für die Vernetzung, Weiterentwicklung und Förderung der disziplinenübergreifenden Wissenschaftsforschung und Wissenschaftsreflexion entwickeln.

  • Scoping Workshop „Wissenschaftsreflexion als Methode: empirische, analytische, historische und normative Forschung über Wissenschaft integrieren“

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Projektleitung: ,
    Laufzeit: 1. Juli 2023 – 29. Februar 2024
    Mittelgeber: Volkswagen Stiftung
    URL: https://portal.volkswagenstiftung.de/search/projectDetails.do?ref=9C559

    Der Scoping Workshop soll im disziplinübergreifenden Dialog Potentiale, Grenzen und Zukunft von Wissenschaftsreflexion als integrativem Forschungsansatz ausloten. Ausgangspunkte bilden die Arbeitshypothesen, dass (a) eine verbesserte wechselseitige Integration empirischer, analytischer, historischer und normativer Forschung über Wissenschaft konkrete Bedarfe für historische, epistemologische und ethische Analysen präziser als bisher identifizieren kann, und (b), dass diese Analysen Impulse zur Veränderung des Wissenschaftssystems geben könnten, wenn sie durch empirische Untersuchungen begleitet werden. Der Workshop nutzt verschiedene Formate wie Impulsvorträge, Open Space Conference und World Café, um am Beispiel bestehender integrativer Methoden über die Zukunft von Wissenschaftsreflexion ins Gespräch zu kommen. Dabei sind die Teilnehmenden aufgefordert, das Rahmenthema des Workshops auf Grundlage der Bedarfe ihrer Forschungsdisziplinen zu spezifizieren und vier Problemfelder zu identifizieren, die mithilfe integrativer Forschungsansätze bearbeitet werden könnten. Diese werden am zweiten Workshoptag in Arbeitsgruppen bearbeitet und dienen als Grundlage für die Formulierung der Kernthesen eines Positionspapiers.

  • Scheitern in den Wissenschaften – historische und systematische Perspektiven

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Projektleitung:
    Laufzeit: 1. April 2020 – 31. Dezember 2023
    Mittelgeber: Volkswagen Stiftung
    URL: https://portal.volkswagenstiftung.de/search/projectDetails.do?ref=96418

    Das Scheitern ist in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen ein ständiger Begleiter der wissenschaftlichen Praxis, wird jedoch im innerwissenschaftlichen Diskurs und in der Außendarstellung von Wissenschaft kaum thematisiert. Auch seine mitunter produktiven Implikationen werden verschwiegen. Gescheiterte Ansätze oder Experimente können in der Regel nicht publiziert werden, es mangelt an der systematischen Sichtbarmachung erfolgloser Versuche, und Drittmittel werden vor allem auf der Basis greifbarer und (vermeintlich) neuartiger Ergebnisse und vorzeigbarer Erfolge vergeben. Um die Bedingungen für einen produktiven Umgang mit dem Scheitern zu verbessern, sind das Erkennen des Prozesscharakters von Wissenschaft und die eingehende historische Analyse ihrer Kontexte, Formen und Auswirkungen „gescheiterter“ Wissenschaft von entscheidender Bedeutung. In unserem Projekt sollen erstmals drei Perspektiven auf das Scheitern in der Wissenschaft zusammengeführt werden, nämlich die der Wissenschaftsphilosophie, der Geschichtswissenschaft und der Literaturwissenschaft, sowie vormoderne und moderne Problembestände aufeinander bezogen werden. Dieses Vorgehen verstehen wir im Sinne einer Problemgeschichte des Scheiterns, in der die verschiedenen Formen, Funktionen, Semantiken und Praktiken scheiternder Wissenschaft, wie sie uns in ausgewählten Fällen der Wissenschaftsgeschichte entgegentreten, auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede hin befragt werden. „Scheitern“ hat eine epistemologische Seite (Irrtum) und eine praxeologische Seite (Scheitern als Zuschreibung), deren wechselseitige Verschränkung es zu erhellen gilt.

  • Eine Uni – ein Buch

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Projektleitung:
    Laufzeit: 1. Januar 2017 – 31. Dezember 2017
    Mittelgeber: Stiftungen