Dr. Michael Jungert

Dr. Michael Jungert

FAU Kompetenzzentrum für interdisziplinäre Wissenschaftsreflexion (FAU ZIWIS)

Wissenschaftliche Mitarbeitende

Adresse

Bismarckstraße 12 91054 Erlangen

Dr. Michael Jungert leitet seit 2015 als Geschäftsführer gemeinsam mit einer kollegialen Leitung aus allen fünf Fakultäten das FAU Kompetenzzentrum für interdisziplinäre Wissenschaftsreflexion (FAU ZIWIS). Als Philosoph liegen seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre in der Wissenschaftsphilosophie (Interdisziplinarität, Scheitern in Wissenschaft und Technik, Fast Science, Einflüsse auf Wissenschaft u.a.) und in der Philosophie des Geistes und der Psychologie (Personale Identität, Erinnerung und Gedächtnis, Bewusstsein, Neurophilosophie/-ethik u.a.).

Michael Jungert ist Initiator eines deutschlandweiten interdisziplinären Netzwerks für Wissenschaftsreflexion, das sich mit der Verzahnung der zahlreichen Disziplinen befasst, die die Wissenschaften als Untersuchungsgegenstand haben. Zudem ist er seit 2025 gewählter Geschäftsführer der Gesellschaft für Wissenschaftsphilosophie e.V. (GWP), Gutachter für zahlreiche Förderorganisationen und Fachzeitschriften und bringt zahlreiche seiner Forschungsfragen und -ergebnisse durch vielfältige Formate (Ausstellungen, Radio/Fernsehen, Diskussionsforen u.v.m.) einer breiten Öffentlichkeit näher.

Akademischer und beruflicher Werdegang

seit 2015
Geschäftsführer des FAU Kompetenzzentrums für interdisziplinäre Wissenschaftsreflexion (ZIWIS) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

2012-2015
Wissenschaftlicher Referent bei der Studienstiftung des deutschen Volkes e.V., Bonn

2012-2015
Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Wissenschaftstheorie (Prof. Dr. Stephan Hartmann) der Ludwig-Maximilians-Universität München

2009-2010
Fellow in Philosophy, Department of Philosophy, Harvard University (Cambridge, USA)

2007-2011
Promotion an der Eberhard Karls Universi­tät Tübingen (Thema: Personen und ihre VergangenheitGedächtnis, Erinnerung und personale Identität)

2007-2010
Kollegiat und Promotionsstipendiat im DFG-Graduiertenkolleg Bioe­thik am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Eberhard Karls Universität Tübingen             

2007-2009
Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Philosophie I der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

2006-02007
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Philosophie I der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

2002-2006
Studium der Philosophie (Magister-Hauptfach) mit den Nebenfä­chern Mittelalterliche Geschichte und Neuere/Neueste Geschichte an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

2024
Konzeption und Organisation (gemeinsam mit Dr. Jon Leefmann) des Vernetzungsworkshops Wissenschaftsreflexion (Schloss Herrenhausen, Hannover)

2024-2025
Chair des Local Organizing Committee (LOC) und Mitglied des Program Committee der internationalen Tagung der Gesellschaft für Wissenschaftsphilosophie (GWP), GWP.2025, vom 24.-26.03.2025 an der Universität Erlangen-Nürnberg

2023
Mitglied des Program Committee der Philosophy of Artificial Intelligence Conference (PhAI 2023), Centre for Philosophy and AI Research {PAIR}, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

2023
Konzeption und Organisation (gemeinsam mit Dr. Jon Leefmann) des Scoping Workshops "Wissenschaftsreflexion als Methode: empirische, historische, analytische und normative Forschung über Wissenschaft integrieren" (Schloss Herrenhausen, Hannover)

2023
Mitglied des Programm- und Organisationsteams der Leopoldina-Frühjahrtagung „Wissenschaftsreflexion. Konzepte - Ziele - Perspektiven“ (29.-30.3. 2023, Halle/Saale)

2021
Mitglied des Organisationsteams des XXV. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (05.-08.09.2021)

2021
Mitglied des Organisationsteams der Jahrestagung der Akademie für Ethik in der Medizin (22.-25.09.2021)

2021
Konzeption und Organisation der Tagung „Scheitern in den Wissenschaften – Perspektiven der Wissenschaftsforschung“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

2021
Konzeption und Organisation der internationalen Konferenz „Public Research and Private Knowledge – Science in Times of Diverse Research Funding” (mit Dr. Julia Böttcher, Dr. Jon Leefmann, Dr. Christoph Merdes und Dr. Sebastian Schuol) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

2025

2023

2022

2021

2020

2019

2018

2017

2015

2014

2013

2011

2010

2008

  • Fail Forward - Eine interaktive Wanderausstellung zum Scheitern in den Wissenschaften


    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Project leader:
    Term: 1. Juni 2024 - 31. Juli 2026
    Funding source: Volkswagen Stiftung

    In vielen öffentlichen Debatten über Wissenschaft, etwa im Kontext der Coronapandemie oder der
    sog. "Replikationskrise", finden sich vereinfachende oder gar irreführende Bilder bzw. Zerrbilder
    von wissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung und vom Status wissenschaftlichen Wissens (bspw.
    Wissenschaft als linearer Fortschrittsprozess und wissenschaftliches Wissen als fixes "Produkt"). Eine
    fundierte Beschäftigung mit dem Scheitern in den Wissenschaften kann wesentlich dazu beitragen,
    diese Auffassungen zu korrigieren, ein realitätsnahes Verständnis von Wissenschaft und der Vielfalt ihrer
    Erscheinungsformen zu ermöglichen und damit ein fundiertes und gleichzeitig kritisch hinterfragendes
    Vertrauen in die Wissenschaften ermöglichen bzw. stärken. Diese Ziele werden - anschließend an
    ein erfolgreich abgeschlossenes Forschungsprojekt - (https://portal.volkswagenstiftung.de/search/
    projectDetails.do?ref=96418) durch eine interaktive Wanderausstellung zum Scheitern in den
    Wissenschaften erreicht, die für mehrere Jahre durch Science Center, Museen, Planetarien und weitere
    Bildungseinrichtungen touren und so eine große Zahl an BesucherInnen erreichen und für das Thema
    sensibilisieren wird

  • Vernetzungsworkshops Wissenschaftsreflexion


    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Project leader:
    Term: 1. Februar 2024 - 30. Juni 2026
    Funding source: Volkswagen Stiftung

    In zwei Vernetzungsworkshops in Schloss Herrenhausen (Hannover) werden jeweils 30 Forschende aus allen wissenschaftsbeforschenden Disziplinen und aus dem gesamten deutschsprachigen Raum neue Ideen für die Vernetzung, Weiterentwicklung und Förderung der disziplinenübergreifenden Wissenschaftsforschung und Wissenschaftsreflexion entwickeln.

  • Scoping Workshop „Wissenschaftsreflexion als Methode: empirische, analytische, historische und normative Forschung über Wissenschaft integrieren“


    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Project leader: ,
    Term: 1. Juli 2023 - 29. Februar 2024
    Funding source: Volkswagen Stiftung
    URL: https://portal.volkswagenstiftung.de/search/projectDetails.do?ref=9C559

    Der Scoping Workshop soll im disziplinübergreifenden Dialog Potentiale, Grenzen und Zukunft von Wissenschaftsreflexion als integrativem Forschungsansatz ausloten. Ausgangspunkte bilden die Arbeitshypothesen, dass (a) eine verbesserte wechselseitige Integration empirischer, analytischer, historischer und normativer Forschung über Wissenschaft konkrete Bedarfe für historische, epistemologische und ethische Analysen präziser als bisher identifizieren kann, und (b), dass diese Analysen Impulse zur Veränderung des Wissenschaftssystems geben könnten, wenn sie durch empirische Untersuchungen begleitet werden. Der Workshop nutzt verschiedene Formate wie Impulsvorträge, Open Space Conference und World Café, um am Beispiel bestehender integrativer Methoden über die Zukunft von Wissenschaftsreflexion ins Gespräch zu kommen. Dabei sind die Teilnehmenden aufgefordert, das Rahmenthema des Workshops auf Grundlage der Bedarfe ihrer Forschungsdisziplinen zu spezifizieren und vier Problemfelder zu identifizieren, die mithilfe integrativer Forschungsansätze bearbeitet werden könnten. Diese werden am zweiten Workshoptag in Arbeitsgruppen bearbeitet und dienen als Grundlage für die Formulierung der Kernthesen eines Positionspapiers.

  • Scheitern in den Wissenschaften - historische und systematische Perspektiven


    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Project leader:
    Term: 1. April 2020 - 31. Dezember 2023
    Funding source: Volkswagen Stiftung
    URL: https://portal.volkswagenstiftung.de/search/projectDetails.do?ref=96418

    Das Scheitern ist in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen ein ständiger Begleiter der wissenschaftlichen Praxis, wird jedoch im innerwissenschaftlichen Diskurs und in der Außendarstellung von Wissenschaft kaum thematisiert. Auch seine mitunter produktiven Implikationen werden verschwiegen. Gescheiterte Ansätze oder Experimente können in der Regel nicht publiziert werden, es mangelt an der systematischen Sichtbarmachung erfolgloser Versuche, und Drittmittel werden vor allem auf der Basis greifbarer und (vermeintlich) neuartiger Ergebnisse und vorzeigbarer Erfolge vergeben. Um die Bedingungen für einen produktiven Umgang mit dem Scheitern zu verbessern, sind das Erkennen des Prozesscharakters von Wissenschaft und die eingehende historische Analyse ihrer Kontexte, Formen und Auswirkungen "gescheiterter" Wissenschaft von entscheidender Bedeutung. In unserem Projekt sollen erstmals drei Perspektiven auf das Scheitern in der Wissenschaft zusammengeführt werden, nämlich die der Wissenschaftsphilosophie, der Geschichtswissenschaft und der Literaturwissenschaft, sowie vormoderne und moderne Problembestände aufeinander bezogen werden. Dieses Vorgehen verstehen wir im Sinne einer Problemgeschichte des Scheiterns, in der die verschiedenen Formen, Funktionen, Semantiken und Praktiken scheiternder Wissenschaft, wie sie uns in ausgewählten Fällen der Wissenschaftsgeschichte entgegentreten, auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede hin befragt werden. "Scheitern" hat eine epistemologische Seite (Irrtum) und eine praxeologische Seite (Scheitern als Zuschreibung), deren wechselseitige Verschränkung es zu erhellen gilt.

  • Eine Uni - ein Buch


    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Project leader:
    Term: 1. Januar 2017 - 31. Dezember 2017
    Funding source: Stiftungen