Navigation

Zertifikat „Interkulturelle Kompetenz für Studierende“

 

Am ZiWiS können Sie das Zertifikat »Interkulturelle Kompetenz für Studierende« erwerben.


Interkulturelle Kompetenz umfasst ein Bündel von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die reflektiertes Handeln in interkulturellen Kontexten ermöglichen. Sie gilt als eine zunehmend wichtige Schlüsselqualifikation in Studium wie Beruf.

Um diese Schlüsselqualifikation auf- und auszubauen, umfasst das Zertifikat »Interkulturelle Kompetenz für Studierende« der FAU folgende vier Komponenten:

1. Grundlagen interkultureller Kompetenz
2. Interkulturelles Engagement
3. Auslandsaufenthalt
4. Sprachkurs

Die Komponenten 1 (Grundlagen interkultureller Kompetenz) und 4 (Sprachkurs) sind verpflichtend zu belegen, zwischen den Komponenten 2 (Interkulturelles Engagement) und 3 (Auslandsaufenthalt) besteht Wahlfreiheit.

Zusammengenommen zielen die Komponenten auf die Förderung von Kompetenzen, die Studierende dazu befähigen, Herausforderungen in interkulturellen Kontexten souverän zu meistern. Zu diesen Kompetenzen gehören unter anderem Kommunikations- und Sprachfähigkeiten, Sicherheit im Umgang mit unterschiedlichen Regeln, Werten und Einstellungen, sowie Ambiguitätstoleranz, Kritik- und Reflexionsfähigkeit.

Das Zertifikatsprogramm umfasst Leistungen im Umfang von insgesamt 20 ECTS-Punkten, die in drei der folgenden vier Komponenten erworben werden. Zwischen Komponente 2 und 3 besteht Wahlfreiheit.


Komponente 1: Grundlagen interkultureller Kompetenz

Die erste Komponente umfasst einen Grund- und einen Aufbaukurs »Interkulturelle Kompetenz« im Umfang von jeweils 5 ECTS-Punkten. Diese Kurse sind verpflichtend zu belegen. In ihnen werden die theoretischen Grundlagen interkultureller Handlungskompetenz sowie deren Anwendung auf praktische Fragestellungen vermittelt. Neben dem regelmäßig stattfindenden Grundkurs „Interkulturelle Kompetenz“ und dem Aufbaukurs „Interkulturelles Konfliktmanagement“ (anrechenbar als Aufbaukurs »Interkulturelle Kompetenz«) werden immer wieder regionalspezifische Seminare angeboten, die ebenfalls als Aufbaukurs im Rahmen des Zertifikats angerechnet werden können, unter anderem:

  • Interkulturelle Kommunikation: Frankreich
  • Interkulturelle Kommunikation: Arabische Welt
  • Interkulturelle Kommunikation: Die Vereinigten Staaten von Amerika

Nähere Informationen zu den Kursen der ersten Komponente finden Sie im UnivIS > Vorlesungsverzeichnis > Schlüsselqualifikationen > Kompetenzen für Studium und Beruf.


Komponente 2: Interkulturelles Engagement

Ziel der zweiten Komponente ist es, Erfahrungen in interkultureller Interaktion zu sammeln. Dies geschieht durch ein praktikumsähnliches Engagement an der bzw. für die FAU mit interkulturellem Bezug. Die Beteiligung an dem Engagement wird durch die Studierenden selbst organisiert.

Engagements, die im Rahmen dieser Komponente angerechnet werden können, sind z. B.:

  • Buddy-/Mentoring-Programm o. ä. mit interkulturellem Bezug
  • Sprachtandem
  • Organisation von internationalen Stammtischen
  • Abhaltung von internationalen Tutorien
  • Aktive Mitarbeit in studentischen Organisationen wie z. B. FAU Volunteers for International, IAESTE, BEST usw.
  • Aktive Mitarbeit in internationalen Studierendenvereinen für die Organisation von Veranstaltungen
  • Aktives Engagement im Auftrag von bzw. für mit Internationalisierung befassten Einrichtungen der FAU, wie z. B. das Referat für Internationale Angelegenheiten (RIA) oder die Internationalen Büros der Fakultäten
  • Botschafter/-in in beide Richtungen

Diese Komponente ist mit insgesamt 5 ECTS-Punkten veranschlagt, für deren Erwerb im Anschluss an die Maßnahme folgende Unterlagen einzureichen sind:

  • Bescheinigung über das Engagement im Umfang von mind. 3 ECTS-Punkten (entspricht 90 Stunden)
  • Reflexionspapier im Umfang von ca. 5 Seiten, in dem die Studierenden kritisch darlegen, wie und in welchem Umfang die Teilnahme an der Maßnahme ihre persönlichen interkulturellen Handlungskompetenzen entwickelt bzw. gestärkt hat

Zwischen Komponente 2 und 3 besteht Wahlfreiheit.


Komponente 3: Auslandsaufenthalt

Die dritte Komponente dient der Förderung intensiver und längerfristiger interkultureller Interaktionen durch einen Auslandsaufenthalt im akademischen Umfeld. Die Studierenden organisieren diesen in Eigenregie bzw. mit Unterstützung durch FAU-Einrichtungen und/oder sonstige Stellen (z. B. DAAD).

Folgende Arten von Auslandsaufenthalten stehen dabei zur Auswahl:

  • Studium an einer ausländischen Hochschule im Umfang von wenigstens einem Semester
  • Praktikum an einer ausländischen Einrichtung im Umfang von wenigstens zwei Monaten
  • Forschungsaufenthalt an einer ausländischen Hochschule oder Forschungseinrichtung im Umfang von wenigstens einem Monat
  • Summer School(s) an einer ausländischen Hochschule im Gesamtumfang von wenigstens einem Monat (Gesamtumfang kann durch die Teilnahme an mehreren Summer Schools erreicht werden)

Diese Komponente ist mit insgesamt 5 ECTS-Punkten veranschlagt, für deren Erwerb im Anschluss an die Maßnahme folgende Unterlagen einzureichen sind:

  • Bescheinigung über die Absolvierung des Auslandsaufenthalts
  • Reflexionspapier im Umfang von ca. 5 Seiten, in dem die Studierenden kritisch darlegen, wie und in welchem Umfang die Teilnahme an der Maßnahme ihre persönlichen interkulturellen Handlungskompetenzen entwickelt bzw. gestärkt hat

Zwischen Komponente 2 und 3 besteht Wahlfreiheit.


Komponente 4: Sprachkurs

Die vierte Komponente beinhaltet die erfolgreiche Teilnahme an einem oder mehreren Sprachkurs(en) des FAU-Sprachenzentrums im Umfang von insgesamt 5 ECTS-Punkten und ist verpflichtend zu belegen. Im Rahmen dieser Komponente werden nur FAU-Sprachkurszertifikate anerkannt. Eine Ausnahme bilden lediglich diejenigen Sprachen, welche nicht an der FAU angeboten werden. Für diese können ggf. auch Kurse anderer Hochschulen als der FAU anerkannt werden. Wie viele Sprachkurse für den Erwerb der erforderlichen 5 ECTS-Punkte besucht werden müssen, richtet sich nach der jeweiligen Kursbeschreibung im UnivIS > Vorlesungsverzeichnis > Sprachenzentrum.

Für die Teilnahme am Zertifikatsprogramm selbst ist keine gesonderte Anmeldung notwendig. Lediglich für die Absolvierung der einzelnen Komponenten des Zertifikats müssen Sie sich regulär und entsprechend der jeweiligen Vorgaben anmelden bzw. die Teilnahme an der entsprechenden Maßnahme selbst organisieren. Bitte beachten Sie, dass das Zertifikat nur dann ausgestellt werden kann, wenn Sie während der Teilnahme an allen Komponenten als Studierende/-r an der FAU immatrikuliert waren.

Sobald Sie alle für den Erwerb des Zertifikats notwendigen Teilleistungen erworben haben, füllen Sie bitte den Antrag auf Ausstellung der Zertifikatsurkunde aus (Antrag zum Download) und reichen ihn – inklusive aller notwendigen Nachweise in Kopie – bei der Koordinatorin des Zertifikatsprogramms, Frau Dr. Daniela Bernhardt, ein. Die Einreichung kann per E-Mail (bevorzugt; mit allen Unterlagen in einem PDF-Dokument als Anhang) oder auch postalisch erfolgen. Für den Erwerb des Zertifikats können sämtliche Leistungen geltend gemacht werden, die während der Immatrikulation an der FAU erworben wurden.

Bitte klären Sie vor Einreichung des Antrags mit Frau Bernhardt ab, ob die von Ihnen erbrachten Leistungen – insbesondere bei Belegung der zweiten Komponente (Interkulturelles Engagement) – im Rahmen des Zertifikats anrechenbar sind. Auch für allgemeine Fragen zum Zertifikat steht Ihnen Frau Bernhardt jederzeit per E-Mail zur Verfügung.

Hier finden Sie einen Flyer mit den wichtigsten Informationen zum Zertifikat im Überblick.